Show an undead system how to die – Kapitalismus abschaffen!


Show an un­dead sys­tem how to die – Ka­pi­ta­lis­mus ab­schaf­fen!

Her­aus zum an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block auf der bun­des­wei­ten Kri­sen­de­mo am 12.​Juni um 12 Uhr am U-BHF Alex­an­der­platz in Ber­lin!

Die Dra­ma­tik der wirt­schaft­li­chen Lage ist schwer zu über­se­hen: Ei­ni­ge süd- und nord­west­eu­ro­päi­schen Staa­ten ste­hen kurz vor der Staats­plei­te und ein 750 Mil­li­ar­den Euro schwe­rer Not­kre­dit soll den Euro ret­ten. Die zu­neh­men­de Staats­ver­schul­dung wird sich in einem noch schwer zu rea­li­sie­ren­den Maße auf brei­te Teile der Be­völ­ke­rung aus­wir­ken und auch in Deutsch­land ste­hen mas­si­ve so­zia­le Ver­schlech­te­run­gen auf der Ta­ges­ord­nung. So­zi­al­leis­tun­gen und Lohnaus­ga­ben wer­den zu­rück­ge­fah­ren, Le­bens­ri­si­ken wei­ter pri­va­ti­siert, die staat­li­che Ar­beits­ver­wal­tung wei­ter ver­schärft. Immer mehr Men­schen müs­sen be­schis­se­ne Ar­beits­ver­hält­nis­se und Lei­h­ar­beit ak­zep­tie­ren, mit noch mehr Stress und noch we­ni­ger Si­cher­heit. Immer mehr müs­sen ihre Nied­rig­löh­ne durch Ar­beits­lo­sen­geld II auf­sto­cken. Noch viel mehr fal­len ganz aus dem Ver­wer­tungs­pro­zess her­aus und wer­den vom Amt oder in Be­schäf­ti­gungs­pro­gram­men schi­ka­niert.
Vor Schu­len und Unis macht der ver­schärf­te Kon­kur­renz­zwang nicht halt. Im Aus­le­se­ver­fah­ren des ge­glie­der­ten Schul­sys­tems, durch Tur­bo-​Ab­itur und Ba­che­lor-​Mas­ter-​Sys­tem wer­den die Se­lek­ti­on und Ver­wert­bar­keit des Hu­man­ka­pi­tals op­ti­miert. Was Ge­win­ne­rIn­nen und Ver­lie­re­rIn­nen der ka­pi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­on unter an­de­rem zu­sam­men­hält, ist ihre ge­mein­sa­me Ab­hän­gig­keit vom Er­folg des Stand­orts in der Welt­markt­kon­kur­renz. Die ver­meint­li­che Ohn­macht ge­gen­über den ei­ge­nen ge­sell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen ver­schweißt das na­tio­na­le Kol­lek­tiv ideo­lo­gisch zur Schick­sals­ge­mein­schaft.
Die Hetze gegen Grie­chen­land ist auch ideo­lo­gi­scher Aus­druck der na­tio­na­len Kon­kur­renz. Die Krise heißt Ka­pi­ta­lis­mus! Der lang­jäh­ri­ge „Ex­port­welt­meis­ter“ Deutsch­land hat Staa­ten wie Spa­ni­en, Por­tu­gal oder Grie­chen­land in Grund und Boden kon­kur­riert – und wirft ihnen nun die de­sas­trö­sen Fol­gen die­ses Ver­drän­gungs­wett­be­werbs vor. Mit den Er­pres­sungs­kre­di­ten von EU und IWF wird Grie­chen­land auf Jahre in ein Ra­tio­na­li­sie­rungs­dik­tat ge­zwun­gen. Brei­te Be­völ­ke­rungs­schich­ten von Schü­le­rIn­nen und Stu­die­ren­den­über Er­werbs­lo­se und Lohn­ab­hän­gi­ge bis hin zu Rent­ne­rIn­nen müs­sen dras­ti­sche so­zia­le Ein­schnit­te hin­neh­men. Die Be­trof­fe­nen haben diese An­grif­fe mit ent­schlos­se­nem Wi­der­stand be­ant­wor­tet – vom Ge­ne­ral­streik bis hin zur mi­li­tan­ten Stra­ßen­ak­ti­on.

Im Ka­pi­ta­lis­mus ist eines si­cher: seine Kri­sen. Die zwang­haf­te Kon­kur­renz der Fir­men und Stand­or­te pro­du­ziert seit mehr als einem Jahr­hun­dert eine Krise nach der an­de­ren. Jedes Ge­schäft – ob Ge­mü­se, Autos, Waf­fen oder Ak­ti­en­de­ri­va­te – wird für ein künf­ti­gen Ge­winn an­ge­wor­fen. Wer im Kampf um Märk­te und In­ves­ti­tio­nen über­le­ben will, muss un­kal­ku­lier­ba­re Ri­si­ken ein­ge­hen, und jede Pro­fit­chan­ce rück­sichts­los aus­nut­zen.

Von An­fang an zum Schei­tern ver­ur­teilt war die Hoff­nung, dass sich diese so­ge­nann­te Ge­sell­schafts­ord­nung bän­di­gen ließe, sei es durch die Markt­kräf­te oder den Staat. Die ak­tu­el­le Sys­tem­kri­se be­weist das Ge­gen­teil: Die ka­pi­ta­lis­ti­sche Ver­wer­tung macht jeden Steue­rungs­ver­such zu­nich­te. Jede kri­sen­be­ding­te Ra­tio­na­li­sie­rung ver­schärft nur die Kon­kur­renz, und damit die Ge­fahr neuer Kri­sen. Die „Ret­tungs­pa­ke­te“ für Kon­zer­ne und Ban­ken stüt­zen nur das ka­pi­ta­lis­ti­sche Kri­sen­ka­rus­sell.
Der ka­pi­ta­lis­ti­sche Ver­wer­tungs­zwang ist ein an­dau­ern­der An­schlag auf ein gutes Leben. Im Hams­ter­rad der Kon­kur­renz geht es nicht um in­di­vi­du­el­les Glück und ge­sell­schaft­li­che Be­dürf­nis­se, son­dern um pri­va­ten Pro­fit und na­tio­na­len Vor­teil. Die­sen mör­de­ri­schen Un­sinn wol­len wir nicht. Des­halb kommt alle zum an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block. Lasst uns un­se­re ra­di­ka­le Kri­tik in die Ge­sell­schaft tra­gen. Wir krie­gen nur wofür wir kämp­fen. Für die so­zia­le Re­vo­lu­ti­on!

Sa, 12.​06. – 12 Uhr – Alex­an­der­platz – Ber­lin-​Mit­te
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http://undeadsystem.blogsport.de